Meinen herzlichen Gruß zu den Landshuter Kurzfilmtagen!
Im elften Durchgang stellt diese Veranstaltung einen neuen Rekord auf: 700 Filme sind angemeldet, mehr als je zuvor. Wenn wir gleichzeitig hoffen dürfen, dass die Kurzfilmtage heuer noch einmal mehr Zuschauer finden als beim letzten Mal, gibt es noch einen weiteren Grund zum Feiern.
Dieser Erfolg ist das Ergebnis konsequenter und professioneller Arbeit, die zunehmend alle Möglichkeiten der modernen Aufnahmetechnik nutzt. Gewiss setzen die finanziellen Mittel manche Grenzen ? aber was innerhalb dieser Grenzen geleistet wird, ist oft unbedingt sehenswert: Der deutschsprachige Kurzfilm hat international einen hervorragenden Ruf.
Wir Bayern sind stolz darauf, dass bayerische Produktionen dazu wesentlich beitragen.
Der Kurzfilm ist eine reizvolle Gattung. Während das "große Kino" seit
jeher gern auf immer aufwändigere Spezialeffekte setzt, bewährt sich bei den Kurzfilmen die Erfahrung, dass jeder Erfolg mit einer faszinierenden Idee beginnt und entscheidend von einem stimmigen Drehbuch abhängt.
Das Publikum, das schon so viel gesehen hat, will fasziniert werden. Man möchte meinen, der Kurzfilmer hätte dazu zehn Minuten? Ich denke, hier
ist der Kurzfilm noch viel kürzer! In einem Breitwandepos mag es angehen, dass sich nach und nach Spannung aufbaut. Aber der Kurzfilm muss sofort auf den Punkt kommen. Sein Publikum hält es, sehr zu Recht, mit Serge Diaghilew, der vor einer Aufführung zu seinem Freund Jean Cocteau sagte: "Erstaune mich ? ich warte!"